Der aktuelle Rechtsfall
Beim Arzt Privatpatient - Kostenerstattung für gesetzlich Versicherte besser

Gesetzlich versichert und dennoch umsorgt wie ein Privatpatient: Wenn Sie bei Ihrer Krankenkasse „Kostenerstattung“ einfordern, werden Sie zum umworbe-nen Privatpatienten, rät Rechtsanwalt Dr. Volker Mayer. Eine Alternative für alle Kassenpatienten, die nicht länger befürchten wollen, nur noch eine Behandlung zweiter Klasse zu bekommen, denn jeder Patient kann bei seiner Kasse das Prinzip der Privatvergütung für sich in Anspruch nehmen.
Die Kassen wollen natürlich nicht, müssen sich aber dem Patientenwunsch beugen. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, daß Einschränkungen gegen das Grundrecht auf Leben und gegen das Sozialstaatsprinzip verstoßen. Das den Kassenpatienten bekannte „Sachleistungsprinzip“ funktioniert über die Versichertenkarte. Der Arzt rechnet direkt mit der Kasse ab und bekommt eine einmalige Pauschale, die alle Kosten im Quartal abdecken soll.


Sucht ein Kranker mehrmals die Sprechstunde auf oder braucht besondere Untersuchungen, bezahlt die Kasse dem Arzt dafür nichts extra. Und nur Medikamente solcher Hersteller dürfen verschrieben werden, mit denen die Kasse Rabattverträge hat, nicht die am besten helfen. Kostenerstattung bedeutet dagegen, daß der Patient eine Rechnung be-kommt, diese bezahlt und bei seiner Versicherung einreicht. Der Patient wird zum vollwertigen Partner des Arztes.

Wer ganz sicher gehen will, schließt eine ambulante Zusatzversicherung ab. Deren Kosten können meist vollständig durch den Wechsel in eine günstige Krankenkasse finanziert werden. Das Thema wird fortgesetzt: Vor- und Nachteile - wer’s nicht macht ist dumm; Kostenerstattung - chronisch Kranke leben länger; Welche Ärzte verzichten auf Diffe-renzbeträge?

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